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Reisebericht Island

Atemberaubende Natur, einzigartige Eislandschaften und überwältigende Nordlichter. Ich nehme Sie heute mit ins Land aus Feuer und Eis, Heimat der Elfen und Kobolde.

Reisevorbereitung

 

Empfehlenswert für eine Islandrundreise ist die Route der Ring Road zu fahren. Diese verläuft rund um die Insel, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten und Naturspektakeln. Da Island nur ungefähr so groß wie Bayern ist, braucht man lediglich 15-16 Std. um einmal die Insel zu umrunden.

 

Wir entschieden uns nur in den Süden und Westen zu fahren, da viele Straßen im Norden im April noch gesperrt waren. Diese sind auf Grund der Wetterverhältnisse ausschließlich in den Sommermonaten Juni-September befahrbar.

Egal zu welcher Jahreszeit sollten Sie darauf achten, dass Ihr Auto einen Allradantrieb besitzt. Bestimmte Wege sind extra mit Schildern gekennzeichnet, dass sie nur mit Allradantrieb zu befahren sind.

 

Auch empfehle ich einen gefüllten Tankkanister dabei zu haben, denn es befinden sich nicht in jedem Ort Tankstellen und sollte man z.B. in einen Schneesturm gelangen, verfährt sich der Tank manchmal schneller als man denkt.

 

Ein absolutes Muss ist außerdem die Vollkasko- sowie die Unterboden-, Glas- und Reifenversicherung. In Island sind nur wenige Straßen asphaltiert, wodurch es schnell zu Steinschlägen und Kratzern kommen kann.

1. Tag

 

Anreise und Reykjavik

Nach einem etwa 3,5 Std. Flug mit Iceland Air ab Frankfurt, landete ich in Islands Hauptstadt Reykjavik. Am Flughafen angekommen stand bereits der kostenlose Shuttlebus bereit, welcher zu den verschiedenen Autovermietungen fährt. Dort angekommen konnte ich problemlos meinen bereits reservierten Mietwagen in Empfang nehmen. Die Entscheidung viel hierbei auf einen Suzuki Imny mit Allradantrieb und genügend Platz für Gepäck. Anschließend fuhr ich nach Reykjavik zu einer Freundin, die mich etwas in Reykjavik herumführte. Die Stadt überzeugt mit ihrem altertümlichen Charme: weder McDonalds, Burger King noch H&M, Zara und Co. – lediglich kleine Cafes im Stil von Omas Wohnzimmer, individuelle Boutiquen und Schuhgeschäfte finde ich hier vor. Ein besonderes Highlight ist die größte Kirche Islands: Hallgrimskirja. Dank ihrer einzigartigen expressionistischen Architektur, zieht sie jeden in ihren Bann. Anschließend aßen wir etwas in einem kleinen Café und fuhren nachhause. Wir gehen heute früh schlafen, damit wir morgen ausgeruht in den Tag starten können.

2. Tag

 

Reykjadalur

Heute begann unsere Rundreise auf der Ringroad. Unser heutiges Ziel ist Reykjadalur, ein etwa drei stündiger Wanderweg, welcher zu einem heißen Fluss führt in dem man baden kann. Dieser liegt nahe unserer ersten Unterkunft in Hveragerði.

Unterwegs waren wir so überwältigt von den Landschaften, dass wir bereits an einigen Aussichtspunkten einen kurzen Stopp einlegten. Durch die vielen Stopps kamen wir erst am späten Mittag an unserer Unterkunft an. Wir begaben uns allerdings direkt zu dem Wanderweg, welcher sich als anstrengender als gedacht erwies. Es ging fast drei Stunden ausschließlich bergauf in das Bergland Islands. Teilweise war es sehr windig, was uns den Weg zusätzlich erschwerte. Nach etwa 1,5 Stunden wurde uns bereits eine unglaubliche Aussicht auf eine Schlucht geboten, welche uns das windige Wetter bei stetigem bergauf vergessen ließ und wir sind doppelt so motiviert weitergelaufen sind. Vorbei an tollen Landschaften kamen wir schließlich am Ziel an. Trotz kälte und wind entschlossen wir uns im warmen Wasser baden zu gehen, was sich als eine der besten Entscheidungen die wir getroffen haben herausstellt. Das Wasser war zwischen 70cm und 1m tief und angenehm warm, ähnlich wie in einer Therme, nur das man sich inmitten der Natur befand.

Nach einer Erholungspause im Fluss wanderten wir zurück zur Unterkunft.

3. Tag

 

Seljalandsfoss, Gljufrabui & Skogafoss

Am frühen morgen machten wir uns auf den Weg zum Wasserfall Seljalandsfoss. Dieser ist etwas ganz Besonderes, da man hinter den Wasserfall gehen kann. Hier angekommen stellte sich heraus, dass es sich um einen der Touristenhotspots handelt. Während gestern im heißen Fluss kaum andere Touristen waren, hielten hier ganze Reisebusse und man sollte genügend Zeit einrechnen. Als wir schließlich vor dem riesigen Wasserfall standen, waren wir wirklich überwältigt und konnten uns an keinen schöneren Ort wünschen. Wir begannen uns über eine kleine Brücke in die Höhle hinter dem Wasserfall zu begeben. Dieses Erlebnis sollte eins unserer absoluten Highlights der Reise werden. Wir machten ein paar Fotos, genossen den Moment und gingen schließlich an der anderen Seite des Wasserfalls wieder hervor. Durch Zufall erfuhren wir nun, dass direkt neben dem Seljalandsfoss noch ein weiterer Wasserfall ist, der Gljúfrabúi. Das Besondere ist, dass der Wasserfall innerhalb einer Höhle ist. Möchte man ihn sehen muss man also erst durch das Flussbett und den Höhleneingang hinein gehen. Dies erwies sich als gar nicht so einfach, da der Eingang relativ schmal war (siehe Foto) und man auf den etwas erhöhten, rutschigen Steinen im Wasser laufen musste, damit man nicht bis zu den Knien im Wasser steht. Wir bewältigten den Weg glücklicherweise ohne ins Wasser zu fallen und konnten einen einzigartigen Blick auf den Wasserfall erhaschen. Nachdem wir es sicher wieder zurück zum Auto geschafft haben, fuhren wir weiter zum letzten Wasserfall für heute: Skogafoss. Der 6m hohe Wasserfall wird als südlicher Zugang zum Eis des ewigen Gletscher Eyjafjallajökull angesehen. Rechts am Wasserfall führt ein steiler Pfad nach oben, durch den man bis zur Fallkante des Wassers klettern kann. Dies taten wir auch und erhielten eine tolle Aussicht über den Wasserfall und die angrenzende Landschaft. Anschließend begaben wir uns ins Hotel Skogafoss, welches direkt neben dem Wasserfall liegt. Hierbei sollte man wissen, dass das Essen in Island sehr teuer ist. Das liegt daran, dass alle Lebensmittel importiert werden müssen und so zahlt man auch mal schnell 20€ für eine Portion Spaghetti Bolognese.

Am späten Abend fuhren wir mit dem Auto zu einem Aussichtspunkt, um die Nordlichter zu sehen. Leider blieben wir trotzdem erfolglos und fuhren nach fast 4 Stunden warten wieder zurück ins Hotel.

4. Tag

 

Geysir & Gullfoss

Auf dem heutigen Tag haben wir uns ganz besonder gefreut, da wir endlich den großen Geysir sehen konnten, dieser ist der weltweit berühmteste und größte Geysir. Ein Geysir ist eine heiße Quelle, die ihr Wasser in unregelmäßigen Abständen als Fontäne abstößt. Der große Geysir bricht etwa alle 10 Minuten aus und hat eine 20-30m hohe Fontäne. Das Wasser ist extrem heiß, weshalb es wichtig ist die Absperrungen einzuhalten und die Regeln zu befolgen. Sollten Sie dies tun, erwartet Sie hier ein absolutes Naturereignis, welches Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Wir schauten uns das ganze Spektakel sogar zweimal an, wobei die erste Fontäne mit etwa deutlich kleiner war als die Zweite. Anschließend wärmten wir uns in einem kleinen Souvenirshop mit Cafe auf und fuhren schließlich zum etwa 7 Minuten entfernten Wasserfall Gullfoss. Dieser ist als einer der Top-Wasserfälle der Welt gekennzeichnet, was absolut berechtigt ist. Der Wasserfall fällt ganze 32 Meter und fließt durch den etwa 70m hohen, zerklüfteten Canyon. Der große Geysir und der Gullfoss sind sehr beeindruckend und sollten bei keiner Islandreise fehlen.

5. Tag

 

Dyrhòlaey & Reynisfjara

Wir begaben uns auf den Weg zum schwarzen Strand Islands. Unterwegs dorthin sahen wir die Klippe Dyrhòlaey, auf die man hochfahren konnte, wenn man Allradantrieb besitzt. Wir entschlossen uns kurzerhand einen Abstecher dorthin zu machen. Oben angekommen hatten wir eine schöne Aussicht auf den schwarzen Sandstrand auf der einen Seite und den Gletschern auf der anderen. Auch hatte man eine wunderbare Sicht auf den bekannten Vogelfelsen. Wir genossen die Aussicht und fuhren anschließend weiter zum schwarzen Strand Rynisfjara. Dort angekommen wurden wir bereits am Parkplatz mit Warnschildern vor den Wellen regelrecht überschüttet. Dies bewies sich als absolut gerechtfertigt, denn die Wellen sahen aus der Entfernung harmlos aus, waren aber bei näherem Betrachten doch sehr hoch uns stürmisch. Durch die Starke Brandung gab es bereits mehrere Tote und man soll nicht näher als 30-40m hingehen.

6. Tag

 

Vík, Skaftafell & Svartifoss

Heute fuhren wir als erstes nach Vík, eine Kleinstadt am Strand, in der wir die nächste Nacht verbrachten. Kleinstadt bedeutet in Island das es etwa 20 Häuser gibt und einen Supermarkt mit Tankstelle. Wir frühstückten in einem kleinen Café am Meer und entschieden uns anschließend den schwarzen Wasserfall Svartifoss zu besuchen. Um zu diesem zu gelangen, fuhren wir durch das Land der Kobolde, der grünen Mooslandschaft Islands. Man kann die Landschaft mit eine Dünenlandschaft vergleichen, nur das eben alles von einer grünen Moosschicht bedeckt ist. Nach ein paar Zwischenstopps kamen wir am Skaftafell-Nationalpark an, von wo aus der Wanderweg zum Svartifoss begann. Steil bergauf ging es für uns 4 Stunden durch den Wald. Vorbei an kleineren Wasserfällen, Aussichtsplattformen und wunderschöner Natur erreichten wir schließlich den Wasserfall. Dieser ist umgeben von Basaltsäulen, welche einem Theater ähneln, nur dass sich die Ränge nach oben verengen anstatt erweitern. Am späten Abend gingen wir wieder auf Nordlichter Jagd und hatten endlich Glück. Wir konnten die Nordlichter in all ihrer Pracht begutachten. Ich kann nur jedem empfehlen: Geduld zahlt sich aus und es lohnt sich!

7. Tag

 

Jökulsárlón, Diamond Beach & Höfn

 An unserem letzten Tag auf der Ring Road besuchten wir die Gletscherlagune Jökulsárlón und den gegenüber liegenden Diamond Beach. Die Lagune entsteht durch das Wasser, welches vom Gletscher abfließt und wird von Jahr zu Jahr größer. Auch gilt sie als Drehort für bekannte Filme wie zwei der James Bond Streifen, Batman Begins und Interstellar. Die Kulisse der Gletscherlagune ist wirklich atemberaubend und man kann bis an den Fuß der Lagune herangehen und wunderschöne Bilder machen. Auch liegt direkt daran ein kleiner Hügel, von welchem aus man eine wunderbare Sicht über das ganze Naturspektakel hat. Nun liefen wir zur anderen Seite der Ring Road, um den berühmten Diamond Beach zu besuchen. Hierbei handelt es sich um einen schwarzen Vulkansandstrand, an dem die Eisberge aus der Lagune an Land treiben und einen Ort voller Magie erschaffen. Die Eisberge glitzern wie Diamanten auf dem schwarzen Sand und werden auch Sie in ihren Bann ziehen. Von kleinen Eisstücken bis hin zu Eisgletschern die größer sind als man selbst, handelt es sich hierbei um ein einzigartiges Erlebnis der Natur. Als letztes fuhren wir nach Höfn, wo die Eislandschaft langsam verschwand und es immer hügliger und grüner wird. Auch begegneten wir hier vielen Schafen und Islandpferden, die auf den Wiesen entlang der Ring Road grasen. Höfn selbst ist ein kleiner idyllischer Ort, in dem wir in einem der kleinen Fischrestaurants aßen und schließlich müde in unser Hotelbett fielen.

8. Tag

 

Blue Lagoon & Reykjavik

In den frühen Morgenstunden machten wir uns auf den Weg zurück nach Reykjavik. Die Autofahrt sollte etwa 6 Stunden dauern und vorbei an vielen Sehenswürdigkeit führen, die wir bereits besichtigt hatten. Wir gerieten allerdings in einen Schneesturm und mussten dadurch mehrmals anhalten und pausieren. Auch entstand unglaublich schnell Glatteis auf den Straßen, wodurch wir trotz Allradantrieb nur sehr langsam fahren konnten. Mit so einem Wetter muss man in Island zu fast jeder Jahreszeit rechnen und wir waren einfach froh, dass uns der Schneesturm erst gegen Ende unserer Reise erwischte. Ein paar Stunden später kam wir sicher in Reykjavik an und fuhren direkt zur berühmten Blauen Lagune, wo wir unseren Nachmittag verbrachten und uns nach der anstrengenden Reise und vielen verschiedenen Eindrücken einmal entspannten. Für umgerechnet etwa 70€ pro Person, bekamen wir den Eintritt inklusive einem Getränk und Gesichtsmaske. Wichtig ist hier, dass man seinen Aufenthalt bereits einige Wochen vorher schon reserviert, da sie mittlerweile zu einem absoluten Touristenhighlight zählt. Die Blaue Lagune hat ganzjährig angenehme 39 Grad und ist reich an natürlichen Mineralien, wodurch sie besonders bei Hautproblemen wie Schuppenflechte sehr empfehlenswert ist. Uns hat es sehr gut gefallen und das Geld war es absolut Wert.

 

9. Tag

 

Abreise & Fazit

Wir verbrachten den Vormittag in Reykjavik und fuhren anschließend zum Flughafen, um das Auto abzugeben und schließlich zurück nach Deutschland zu fliegen.

Diese einzigartige Reise werden wir beide so schnell nicht vergessen. Besonders Naturliebhabern kann ich Island wärmsten empfehlen, denn so viele atemberaubende und einzigartige Naturereignisse findet man in keinem anderen Land der Welt. Zu empfehlen ist eine Mietwagen- oder Busrundreise, um alle Ziele anfahren zu können. Meine Empfehlung ist ein Mietwagen, da man jederzeit unterwegs anhalten und die Landschaft genießen kann. Auch ist in Island auf der Ring Road nur sehr wenig Verkehr und viele kostenlose Parkmöglichkeiten, welche alle Bedenken des selbst fahren verschwinden lassen.

Egal ob alt oder jung, in Island kommt jeder auf seine Kosten. Tauchen auch Sie ab in eine Welt voller magischer Orte und genießen Sie den einzigartigen Island-Charme.

 

Bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit in der Reise Welt Fröhlich in der Juliuspromenade zur Verfügung.

 

Ihre Natalie Smoydzin

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